Die Historie der Visitenkarte

Ursprünglich diente die Visitenkarte zur öffentlichen Ankündigung eines Gastes, sie wurde dem Diener beim Besuch (engl.visit) übergeben, der sie später an den Hausherren weiterreichte. Sie enthielt Name, Adresse und den Titel der Person. Anfang des 19. Jahrhunderts kam man in Frankreich auf die Idee, Fotos auf der Visitenkarte zu integrieren. Die "cartes de visite" hatte enormen Erfolg, wurde patentiert und sogar für werbende Maßnahmen eingesetzt.

 

Seit dem 20. Jahrhundert tauscht man Visitenkarten überwiegend im Berufsleben zwischen potentiellen Geschäftspartnern aus, um neben dem Namen, Adresse, Titel und Position im Unternehmen, insbesondere seit dem 21. Jahrhundert, die elektronischen Kontaktdaten, Telefonnummern, eMail sowie Internetseite bekannt zu machen. Die Integration des Firmenlogos zur Markenbildung ist eine Selbstverständlichkeit. Mit Einzug der Digitalisierung wurde zum einfachen Austausch der Daten eine elektronische Form der Visitenkarte entwickelt: Die vCard! Hier bezieht sich der Buchstabe "V" übrigens auf den Herausgeber dieses Standards, der Firma Versit.

 

Jetzt im Zeitalter der mobilen Revolution vereinfachen wir die umfassende Kommunikation und die "Ankündigung unserer Person" durch die digitale Visitenkarte . Denn wie sieht es heute aus? 

 

Wir haben 

  • eine postalische und eine Internet Adresse
  • einen Skybenamen
  • etliche Profile in Social Media
    • als Geschäftsperson auf Xing und LinkedIn 
    • als Privat- und Geschäftsperson auf Facebook und Instagram
    • und das geht so weiter auf Twitter, Snapchat, Reddit, etc.
  • eine Pinwand auf Pinterest
  • mit unserem Unternehmen einen eigenen Blog, nutzen Tumblr oder ScoopIt
  • sicherlich auch einen Imagefilm oder Webinare, Videos auf Youtube, Vimeo oder Vines
  • als Kreative Profile auf fachbezogenen Internet Communities
  • als HändlerInnen in Onlineshops wie Amazon, DaWanda, ebay oder flickr
  • einen QR Code, den wir integrieren wollen
  • etc., etc., etc.....

Lediglich die Anzahl der Telefonnummern scheint rückläufig, weil wir kaum noch Festanschlüsse haben:

 

Das hat mit unserer Mobilität zu tun :-)